Teil 1: Vegan leben – wie funktioniert das?

Immer wieder höre ich, dass ein Leben ohne Tierprodukte doch sehr kompliziert wäre, „so voll extrem“ und was mit Askese zu tun habe. Aber das Gegenteil ist der Fall.

Ein Leben ohne Tierprodukte ist eigentlich einfacher, als man denkt. Der Weg dorthin kann allerdings nicht der leichteste sein. Obwohl so einige Leute ihren Fleischkonsum kritisch sehen und viele ernährungsbedingt gesundheitliche Probleme haben, fällt es ihnen nicht leicht, ihre Gewohnheiten neu auszurichten.

Zum einen, weil die Gesellschaft gerne über andere urteilt. Zum anderen weil die Lobby der Massentierhaltungsindustrie offensichtlich stärker ist und falsche/manipulative Fakten verbreitet – beispielsweise, dass Milch gesund wäre.

Ich habe daher 10 Schritte in 3 Blogposts zusammengestellt, die dir helfen einen bewussten, gesünderen und nachhaltigen Lifestyle zu beginnen. Legen wir heute mit dem ersten Teil der Artikelserie los!

#1 Informiere dich!

Fakten schaffen Tatsachen. Sieh dir diese Dokus an:

Cowspiracy / Netflix

Forks over Knives / Gabel statt Skalpell / Netflix

Und:  diesen Vortrag auf Youtube: The Speech von Gary Yourofsky 

Nicht unbedingt in der Reihenfolge. Aber zieh sie dir rein. Auch wenns weh tut. Schalt nicht ab, es geht im Endeffekt um dich.

#2 Step by Step!

Gehe langsam vor und nicht radikal.

Streiche zuerst Fleisch und Fisch von deinem Speiseplan und nach einer vegetarischen Phase wird es dir nicht schwer fallen auch auf Milchprodukte und Eier zu verzichten. Für viele Leute scheint der Verzicht auf Käse unvorstellbar zu sein – tatsächlich ist es aber sehr einfach. Es gibt veganen Käse, Streichcreme oder Flocken zum Überbacken, die original so wie Mozzarella schmecken. Auch selbstgemachter Cashew-Käse oder ist eine tolle Option für eine vegane Pizza. Ja, sogar diese hausgemachte Sour-Cream kommt ohne Tierprodukte aus!

Ganz wichtig: Wenn du beginnst, tierische Produkte zu streichen, ist es ratsam grössere Portionen Obst, Gemüse und Kohlenhydrate zu essen. Tierprodukte enthalten viel ungesundes Fett und machen daher schneller satt (und dick). Pflanzen liefern wertvolle Energie, die der Körper unverzüglich umsetzen kann und nicht in Form von Fettdepots zwischenlagern muss. Du brauchst bei reiner Pflanzenkost die Kalorien nicht zählen oder limitieren – iss soviel du willst und du brauchst. Und wenn es 30 Bananen am Tag werden, ist das auch ok.

carb
Fett, Fleisch und Gemüse im Sättigungsvergleich!

 

Lass dir Zeit mit der Umstellung: Eine radikale Umstellung von Allesesser zu Veganer kann funktionieren, scheitert aber bei vielen daran, dass sie sich wie auf Entzug fühlen. Das hat mit dem starken Entgiftungsprozess zu tun, der einsetzt. Ähnlich Fastenkuren – erst kommt ein High – dann der Turkey und die Heisshungerattacken. Gehe daher Schritt für Schritt: Eine Umstellung aus Einsicht und Überzeugung heraus ist schliesslich kein Wettrennen gegen dich selbst.

In dieser Zeit der Umstellung lernst du genauer hinzu schauen, Label genau zu lesen und wirst du feststellen, dass es recht viele versteckte tierische Zutaten gibt. Beispielsweise in Süssigkeiten (E904 sind zerschredderte Läuse/Läusekot und wird als Überzug benutzt, damit zB Kinder Schokobons nicht austrocknen und glänzen. Recht unappetitlich, oder?). Aber auch Putzmittel oder Kosmetik sind voll mit Chemikalien tierischen Ursprungs. Gehe schrittweise vor und ersetze die aufgebrauchten Drogerie-Produkte mit tierfreien Alternativen.

#3 Lass dich inspirieren!

Online findest du eine riesige Auswahl an veganen Rezepten für jeden Geschmack und jedes Budget. Egal ob du Kochanfänger oder Hobbykoch bist – kreiere deine neuen Lieblingsrezepte oder veganisiere deine bisherigen Everyday-Rezepte oder Omas Hausmannskost. Stöbere in Rezeptbüchern oder gehe in vegane Restaurants, um zu sehen dass es eine unfassbar grosse Vielfalt gibt. Abonniere vegane Blogs und Youtube-Channel – die Flut an veganen Rezepten und Inspirationen für jede Geschmacksrichtung ist riesig.

#4 Kein Verzicht!

Es gibt für so gut wie alles eine tierfreie Alternative:

  • Fleischersatzprodukte
  • pflanzliche Milch (Hafer, Soja, Reis, Mandel…)
  • pflanzliche Joghurts, Eiscreme und Käse, Gummibärchen, Honig
  • vegane Eier / Ei-Alternativen
  • Taschen, Mode, Möbel und Schuhe ohne Leder
  • Naturkosmetik ohne Tierversuche und ohne tierische Inhaltsstoffe

Die Liste geht noch ewig weiter…

Veganismus ist also keineswegs von Verzicht geprägt, sondern ist einfach eine Frage der richtigen Auswahl eines Produkts, bzw der richtigen Kaufentscheidung. Informiere dich und schlemm dich durch das vegane Sortiment! Nach einiger Zeit wirst du genau so automatisch nach deinen neuen Stammprodukten greifen, wie früher zu den Tierprodukten.

***

 Hier gehts zu Teil 2 und zu Teil 3 der Serie!

 

Lies hier weiter: Veganes Leben – so sparst du Geld!

Was sind deine Erfahrungen? Schreib es mir gerne in den Kommentaren!

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Ein Kommentar zu “Teil 1: Vegan leben – wie funktioniert das?”

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