Teil 3: Vegan leben – wie funktioniert das?

Willkommen zum dritten und letzen Teil der Serie!

Im ersten und im zweiten Teil ging es bereits darum, wie du dein alltägliches Leben nachhaltig und vegan gestalten kannst. Dieses Mal schauen wir uns die „Quality-Time“ an – also: Urlaub, Reisen und Freizeit. Und ja – wie wir mit den Tieren zusammen leben und der daraus resultierende Speziesismus.

#9 Vegan Reisen

In den letzten Jahren hat sich das Angebot für Sondermahlzeiten bei den Airlines sehr verbessert. Das vegane Menü solltest du am besten schon mit der Flugbuchung ausgewählen, da es beim Online-CheckIn schon zu spät sein kann, da die Airlines etwa 1-2 Tage Vorlauf brauchen. Je nach Fluggesellschaft ist die Qualität und die regionale Ausrichtung unterschiedlich. Da Essen gerade auch auf langen Reisen ein wunderbarer Zeitvertreib ist, solltest du ausserdem immer was eigenes in der Tasche haben: Ein paar frische Äpfel, Riegel oder Nüsse gehen immer.

Die Restaurants und Shops in Bahnhöfen, Flughäfen oder Autobahn-Raststätten sind ja meist nicht nur überteuert, auch das Angebot an gesunden, frischer veganer Kost ist leider eher spärlich. Besorg dir daher eine Kühltruhe für lange Autofahrten und Roadtrips! Gerade wenn du lange hinterm Steuer sitzt, sind die fettigen Pommes von der Raststätte keine coole Option. Raffinierte Sandwiches, frisches Obst, knackige Gemüsesticks mit Dip und grüner Tee liefern durchaus mehr wertvolle Energie und fördern die Konzentration.

Das Angebot der deutschen Bahn in Sachen vegan ist auch nicht berauschend, bis gar nicht vorhanden. Packe dir für lange Zugfahrten eine gesunde Snackbox mit Wraps, Samosas, Knabberstangen und beispielsweise einem vietnamesischen Sandwich.

Viele grössere Hotels haben beispielsweise Soja, -oder Mandelmilch am Start. Diese stehen aber meist nicht neben der Kuhmilch am Frühstücksbüffet, sondern werden auf Nachfrage bereit gestellt. Frag beim Einchecken nach veganen Frühstücksoptionen. Etwas anders sieht es da in der kleinen Pension in den Bergen aus – versorg dich selbst und bring deine Extras mit. Das gleiche gilt auch für Campingplätze & Co: Auf dem Land sind die veganen Produkte, wie Tofu, Aufstriche oder Pflanzenmilch äusserst rar gesät – sorg vor und plane im Voraus! Dafür gibts in der Regel in ländlichen Gebieten herrlich frisches Obst und Gemüse aus der Region für kleines Geld! Ein dickes Plus für Ferien auf dem Land!

#10 Mit den Tieren leben

Zoos fördern das Verständnis der Menschen für Tiere? Falsch! Die Tiere in Gefangenschaft leiden unter Psychosen, der Enge und der Tatsache, dass eine Traube Menschen jeden Tag in ihr Revier eindringt. Es gibt immer wieder Horror-Meldungen von Zootieren, die ausrasten, übereinander herfallen, sich selbst verletzen, Pfleger anfallen etc… Auch wenns auf den ersten Blick so drollig anzuschauen ist: Wilde Tiere wollen nicht freiwillig in Zoos leben. Und sie wollen nicht per künstlicher Befruchtung überzüchtet werden. Das gleiche gilt für den Zirkus und Einrichtungen wie Sea World. Die Tiere leben dort keineswegs artgerecht (Wildfang!) und werden dressiert, um gelangweilte Menschen zu unterhalten. Wer Eintrittsgeld für diese Einrichtungen zahlt, unterstützt diese Tierquälerei. Tiere sind kein Unterhaltungsprogramm oder Show-Acts.

Wenn du Zugang zu Tieren suchst, wende dich ans Tierheim. Dort kannst du Hunde ausführen oder bei der Pflege helfen. Oder du unterstützt ältere und kranke Menschen beim Gassi gehen mit ihren Hunden. Es gibt auch viele Gnadenhöfe, die mit der Unterstützung von Freiwilligen arbeiten. Dort kannst du wunderbare Tiere kennenlernen und anpacken, wo Hilfe nötig ist. In einigen Städten gibt es auch eine Tafel für Tiere – dort wird Futter & Co ausgegeben für Tierhalter, die in Not geraten sind. Auch diese Einrichtungen brauchen engagierte Menschen mit einem Herz für Tiere.

Ich höre auch immer wieder, dass Tiere für Veganer „heilig“ wären. Das ist auch so ein krudes Vorurteils-Ding. Niemand ist heilig. Tiere sind Lebewesen wie wir. Es gibt Freundliche, es gibt Witzige, es gibt Trottelige, es gibt Launische, es gibt auch Arschlöcher unter ihnen. Sie leben wie wir Menschen in Familienverbänden, haben ihre eigenen Regeln und vor allem eins: Sie haben Gefühle. Sie kennen Liebe, Einsamkeit, Angst, Wut, Neid und Freude. Du wirst das kennen, wenn du ein Haustier hast oder jemals gehabt hast. Menschen lieben ihre Haustiere und der Verlust eines treuen, langjährigen tierischen Wegbegleiters ist meist schwerer zu verkraften, als der eines Menschen. Umgekehrt ist das übrigens auch so – Tiere, insbesondere Hunde, Katzen und Papageien, die ihre Bezugspersonen nach langer Zeit verlieren, leiden extrem.

Aber: Die Tiere in den Ställen, Zoos & Co. haben die exakt gleichen Rechte, wie unsere Haustiere. Kein Mensch hat das Recht sie zu töten und sie zu missbrauchen.

“If slaughterhouses had glass walls, everyone would be a vegetarian.”, Paul McCartney

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