Vegan reisen: Unterwegs in Thailand!

Was ist Jay-Food, wie kommt man als Veganer im Hotel klar und wie schmeckt es so in Thailand?

Ich bin für ein paar Tage in Thailand gewesen, meine Route war: Bangkok-Chiang Mai-Bangkok! Grundsätzlich muss ich sagen, dass man als Veganer vergleichsweise einfach in Thailand klar kommt, wenn man ein paar Infos zur Hand hat. Zudem sind thailändische Früchte nicht nur sehr günstig, sondern sind sonnengereift und von richtig guter Qualität – kein Wunder also, dass Chiang Mai das Mekka für Rohköstler und Frutarier ist.

Thailand ist in vielen Landesteilen buddhistisch geprägt und dementsprechend gibt es hier eine vegan/vegetarische Tradition. Während bei den vegetarischen Gerichten Fischsauce, teilweise auch getrocknete Shrimps oder Eier verwendet werden, so entspricht das sogenannte Jay-Food der veganen Ernährung. Jay-Food besinnt sich weitestgehend auf das buddhistische Temple-Food, welches tierfrei ist, aber auch keinen Knoblauch, Zwiebeln oder Frühlingszwiebeln verwendet. Jay-Food beruhigt den Geist, wirkt reinigend und unterstützt die Meditation. Das vegane Jay-Food wird mit vielen anderen natürlichen Gewürzen versehen, untersagt jedoch künstliche Aromen.

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Das ist das Zeichen  für Jay-Food, einer 17 sehr ähnlich!

 

Generell gibt es in Thailand viele günstige Optionen in Sachen Essen: Seien es kleine Restaurants, Strassenstände oder Garküchen. Insbesondere in den Nebenstrassen oder auf Märkten findest du köstliches Streetfood, beste Früchte oder kleine Snacks. In Bangkok oder in Chiang Mai gehts aber durchaus auch anders: An den Touri-Spots, in grossen Hotels oder Shopping-Malls schnellen die Preise gerne auf mitteleuropäisches Niveau und drüber.

Vegan in Thailand – Fooddiary

Erste Etappe: Mit Singapore Airlines nach Bangkok, Swissotel und Streetfood

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Bei Singapore Airlines kannst du vorab online ein veganes Menü auswählen, was sogar einigermassen gut schmeckte, dafür dass es Flugzeug-Futter war. Auch mit Zwischenmahlzeiten und Getränken wurde an Bord nicht gegeizt – es gab beispielsweise frische Snacks, wie Äpfel. Beim Umsteigen in Singapur sah die Welt am Flughafen allerdings schon wieder anders aus – mit viel Mühe konnte ich Kartoffel-Wegdes ausfindig machen, ansonsten gabs es viel Überteuertes und Ungesundes am Flughafen.

 

Swissotel Le Concorde, Bangkok

Das Hotel ist einer von unzähligen 5-Sterne Schuppen in Bangkok und hatte erst mal so gut wie kein veganes Angebot auf der Karte. Nach Absprache habe ich einen Früchteteller und sehr scharfes Morning Glory (Wasserspinat, Pak Choi) mit Sojasauce statt Oyster-Sauce bekommen.

Streetfood

Bangkok ist bekannt für sein Streetfood und so wurde ich unterwegs recht schnell fündig: Es gab Wok-Gemüse mit Sojasauce und Reis – sehr lecker, wenn auch nicht super fancy.

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Zweite Etappe: Vegan in Chiang Mai

Die kleine, charmante Stadt im Norden Thailands ist ist bekannt für das Fruit-Festival und ist ein Hotspot für viele Rohköstler aus der ganzen Welt. Dementsprechend gibt es zahlreiche vegane Spots in der City, viele haben ausserdem eine grosse Auswahl an Rohkost auf der Karte. Zur Orientierung habe ich nahe der Iron Bridge in der City die App Happy Cow angeworfen und es gab quasi alle 100 Meter einen Treffer, was absolut paradiesisch ist.

Restaurant Alice

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Alice ist ein kleines Restaurant an der zentralen Lok Kroh Road und bietet neben veganen thailändischen Gerichten auch einiges an Rohkost an, wie Zucchini-Spaghetti etc. Ausserdem kann man sich selber Smoothies und Säfte individuell zusammen stellen, aber auch die Tee-Karte kann sich sehen lassen. Preislich ist Alice eher günstig, dafür dass das Restaurant direkt an der Touri-Meile liegt. Die Kokosmilch-basierte Tom Ka Gai Suppe war leicht scharf und sehr delikat. #yummy

Vegan Heaven

Auch an der Lok Kroh Road liegt ist das Vegan Heaven – eine sehr gut besuchte Adresse. Die liebenswürdige Inhaberin betreibt übrigens noch ein vegetarisches Restaurant in der Nähe. Ich war gleich zwei Mal im Vegan Heaven und habe mich durch die umfangreiche Karte geschlemmt, die neben asiatischen Gerichten auch jede Menge vegan interpretierte Western Foods anbietet. Beispielsweise Cauliflower Buffalo Wings oder ein wirklich unschlagbares BLT-Sandwich!

Dritte Etappe: Zurück in Bangkok

Ariya Organic Place

Dieses Mal schlug mir Happy Cow einen Organic Healthfood Spot in der Nähe des Lumpini Parks im Life Center vor: Es gab veganes Pad Thai und eine avantgardistische Rohkost-Rolle mit Pilzen (Titelbild), dazu bestellte ich einen grünen Saft. Geschmacklich und optisch ist Ariya wirklich grandios, preislich liegen die nicht allzu üppig bemessenen Portionen bei rund 6-7 €, was relativ viel für Thailand ist, da man so locker 20-25€ pro Mahlzeit los wird, wann man satt werden möchte.

vegan in thailand bangkok restaurant

Hotel Aetas Lumpini

Das Hotel reiht sich an einer schwer befahrenen Strasse neben weiteren Hotels auf und liegt fussläufig zum Lumpini-Park, der zwar keine botanischen Highlights bietet, dennoch eine Oase der Ruhe in Bangkok ist und ebenfalls mit Steetfood-Ständen aufwartet.

Auf der umfangreichen InRoom-Dining Karte gibt es eine ordentliche Auswahl an veggie Gerichten, einige sind auch vegan. Als LateNight-Snack habe ich mir ein veganes Sandwich mit Avocado und Salat bestellt, dazu gabs ein paar Fritten, die mich salzmässig ganz schön weggefegt haben, da ich mich sehr salzarm ernähre.

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Fazit Thailand: Ja, es ist relativ günstig und mit Happy  Cow kommt man auch relativ schnell an vegane Spots. Was leider auch stimmt, ist dass viele nicht so sympathische Touris unterwegs sind, damit meine ich ganz besonders „Sugar-„Daddys, um es mal freundlich auszudrücken. Diese Dads hängen nun glücklicherweise nicht in veganen Spots ab, aber am Flughafen und anderen stark frequentierten Orten sind diese Leute einfach nicht zu übersehen. Sicherlich ist Thailand ein exotischer, günstiger Ort für Backpacker oder für Teenies mit wenig Reise-Erfahrung, da man recht einfach hin und her kommt. Aber wenn man mal hinschaut, wie sich schmierige, westliche Männer dort aufführen ist das einfach nur beschämend. Wirklich grausam, was jahrelanger Massentourismus anrichtet.

Ich weiss, Thailand hat sicherlich noch einige schöne Strände, Dschungel und unberührte Natur auf Lager  – aber meine Eindrücke waren dieses Mal eben nicht alle zu rosig, wenngleich ich alles in allem eine schöne Zeit hatte.

***

Hier gehts weiter mit veganen Reisezielen:

Von Hong Kong über Tokyo mit einem Zwischenstopp in Kyoto weiter nach Island.

Und hier habe ich dir 10 ultimative Tipps fürs vegane Reisen zusammen gestellt.

 

 

 

 

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3 Kommentare Gib deinen ab

  1. Ira Moritz sagt:

    Vielen Dank für Deinen sehr informativen Reisebericht, macht Spaß ihn zu lesen!

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    1. Katharina sagt:

      Danke Dir – das freut mich sehr! Viele Grüsse und einen schönen Tag!

      Gefällt mir

  2. Toller Reiseericht.

    Liebe Gruesse

    Monika

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