5 Tage Saftfasten: Meine Erfahrung und Rezepte!

Während meiner Reise durch Irland habe ich durchgehend relativ deftig gegessen, es gab unter anderem vegane Burger, Pasta und Pizza. Diese Gerichte sind auf meinem Speiseplan eher die Ausnahme, da sie zum Teil hochverarbeitete Lebensmittel, wie veganen Käse und Weissmehl enthalten. Nach meiner Rückkehr wollte ich möglichst frisch, roh und unverarbeitet essen  – ich hatte einfach keinen Appetit mehr auf Nudeln, Reis oder andere gegarte Zutaten: Es war Zeit für eine mehrtägige Saftkur!

vegan Saftfasten Juice
Rote Beete / Birne / Sellerie / Gurke

Warum Saftfasten?

Während einer Saftkur kommt die Verdauung weitesgehend zum Erliegen und die Organe, wie der Darm kommen zur Ruhe. Es setzt ein Entgiftungsprozess ein, der Stoffe aus dem Körper befördert, die „bei normalem Betrieb“ nicht gelöst werden.

Der Nährstoff-Gehalt frisch gepresster Säfte ist enorm und du hast so die Möglichkeit, deine Depots wieder aufzuladen.

Dadurch, dass der Körper entlastet wird, stellt sich Ruhe und innere Balance ein. Ein Saftfasten sollte daher idealerweise nicht im stressigen Alltag durchgeführt werden, sondern während freier Tage.

Bereits nach ein paar Tagen Saftfasten schärfen sich sich deine Sinne: Alles riecht und schmeckt viel intensiver.

Nach einer Saftkur fühlst du dich wie neu geboren, revitalisiert und entgiftet. Zudem kann es sein, dass man ein paar Kilo verliert, je nachdem wie lange die Fastenkur dauert – davon dürfte das meiste aber eingelagertes Wasser sein.

 

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Ananas / Traube / Apfel / Kurkuma

 

Welche Säfte eignen sich für ein Saftfasten?

Saftkuren sollten stets in frischer Rohkost-Qualität durchgeführt werden, idealerweise aus Bio-Zutaten. Ich verwende zum Entsaften regionales Obst und Gemüse in Bio-Qualität, welches ich günstig in grösseren Mengen auf dem Wochenmarkt kaufe.

Gekaufte Säfte, auch die in Bio-Qualität, sind ungeeignet, da sie pasteurisiert wurden, bzw in manchen sogar Zucker zugesetzt wurde. Online kann man sich für viel Geld (ca 20€/Tag) Saft-Kuren bestellen, falls man keinen eigenen Entsafter hat.

Entsafter gibt es in so ziemlich jeder Preisklasse: Angefangen von relativ simplen Geräten, über Slow-Juicer bis Kaltpressen & Co. Da die Saftkuren zum Bestellen aber wirklich ins Geld gehen, denke ich, dass sich die Anschaffung eines Entsafters der Mittelklasse schnell rentieren dürfte.

Wie bereite ich ein Saftfasten vor?

Ein bis zwei Tage vor dem ersten Fastentag solltest du schon mal auf Rohkost umstellen und idealerweise einen Obsttag mit reichlich wasserhaltigen Früchten einlegen. Je weniger Stärke im Organismus ist, desto weniger stellt sich ein Hungergefühl ein. Ich hatte dieses Mal überhaupt keinen Hunger, auch am fünften Tag nicht. Auch irgendwelche lästigen ToDo´s sollten vor den Fastentagen erledigt werden, damit die Seele entspannen kann.

Vor Beginn oder in den ersten Tagen ist eine Darmreinigung sehr wichtig. Online findest du viele Infos über die verschiedenen Methoden und deren Vor-und Nachteile.

 

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Apfel / Karotte / Ingwer

 

Tagesplan und Rezepte

Kaffee und schwarzer Tee sind morgens tabu! Ich beginne den Tag mit lauwarmen Wasser, welches ich in kleinen Schlucken trinke. Gegen mittags setze ich dann auf Säfte aus frisch gepressten Obst, wie Äpfel, Birnen & Orangen. Über den Tag verteilt trinke ich neben den Säften leichte Kräutertees und stilles Wasser.

Gegen Nachmittag mache ich mir dann einen weiteren Saft, beispielsweise aus Karotten, Ingwer und Apfel. Sollte ich später noch Lust auf einen weiteren Saft haben, so gibts grüne Säfte aus Sellerie, Gurke, Löwenzahn, Mangold und Spinat. Alternativ mag ich auch die Mischung aus Roter Beete, Birne und Gurke sehr gerne. Aber auch Mono-Säfte, wie beispielsweise aus sonnengereiften Tomaten sind immer ein Genuss!

Ein weiterer Tipp sind Säfte aus Wildkräutern und Sprossen zu pressen- in ihnen steckt geballte Super-Power! Falls Säfte zu konzentriert sind, verdünne ich sie mit Wasser für den idealen Geschmack.

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Mangold / Gurke / Löwenzahn / Spinat

 

 

Dauer des Saftfastens

Es gibt keine Formel oder Geheimnis, was die ideale Dauer eines Fastens betrifft. Je nachdem, wie der alltägliche Speiseplan aussieht, umso mehr oder weniger Entgiftungserscheinungen werden auftreten. Das können zB Kopfschmerzen, Abgeschlagenheit und Kreislaufprobleme sein. Ich bin bisher davon verschont geblieben. Es war eher so, dass ich regelrechte Energieschübe bekam.

Wer von einer konventionellen Ernährung mit vielen Tierprodukten kommt, wird vermutlich in den ersten Tagen mit dem Fasten zu kämpfen haben. Für Rohköstler hingegen ist es vergleichsweise einfach, mehrere Tage auf Saft und Wasser umzustellen.

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Fastenbrechen und Aufbautage

Die erste feste Mahlzeit sollte leichte, wasserhaltige Rohkost sein. Melonen, Beeren, Tomaten oder Gurke eignen sich bestens. Fette und viele Gewürze, bzw schwere Gerichte, wie Pizza, Lasagne oder Pommes sollten in den ersten Tagen nach dem Fasten nicht auf dem Speiseplan stehen, da sie das Verdauungssystem sehr belasten. Der Körper sollte behutsam wieder an feste Nahrung und Kochkost gewöhnt werden.

 

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Fazit 5 Tage-Saftfasten

In den ersten zwei Tagen habe ich pro Tag 3 Säfte á 400-500ml getrunken. Ich hatte keinerlei Hunger oder Appetit auf feste Nahrung. Körperlich fühlte ich mich fit und war aktiv. Ab dem dritten Tag reichten 2 Säfte á 250ml aus, dazu gabs ca 3l Fencheltee. Abends bekam ich einen Energieschub und schlief erst spät ein. An den letzten beiden Tagen fühlte ich mit sehr energetisiert und habe überlegt, ob ich mein Fasten um ein paar Tage verlängere.

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Am ersten Tag nach meiner Saftkur habe ich Trauben, Tomaten und Romana-Salat gegessen, alles ohne Dressing oder Gewürze. Auf Gebratenes, bzw Öl oder Zwiebeln und Knoblauch hatte ich erst über eine Woche nach der Kur wieder Appetit.

Ab und zu mal einen Safttag einzulegen , bzw auf intermittierendes Fasten zu setzen ist eine gute Methode, um regelmässig zu entgiften und dem Körper Ruhe zu können. Die Regeneration der Zellen läuft dann schneller und das Immunsystem wird gestärkt.

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Hier gibts noch mehr Inspiration in Sachen Rohkost sowie für grüne Säfte und Smoothies.

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4 Kommentare zu „5 Tage Saftfasten: Meine Erfahrung und Rezepte!“

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