Teil 2: Vegan leben – wie funktioniert das?

Hier ist also der zweite Teil meiner kleinen Artikel-Serie. Falls du den ersten noch nicht kennst, bitte hier entlang!

Ich habe in der Artikel-Serie 10 praktische Fakten zusammen gestellt, die dir helfen langfristig einen nachhaltigen und gesunden Lifestyle in deinen Alltag einzubauen.

Vielen Menschen leuchtet zwar ein, dass Tierprodukte nicht gesund und ethisch nicht vertretbar sind und so ziemlich jeder ist gegen Massentierhaltung. Andere Leute haben gesundheitliche Probleme, die mit einer pflanzenbasierten Ernährung eingedämmt werden könnten. Jedoch fällt ihnen die Umstellung schwer, weil der Partner, die Familie oder Freunde nichts damit anfangen können und sich der Alltag nunmal so mit Fleisch, Milch, Eiern, Butter und Käse eingependelt hat. Das Verständnis ist rein theoretisch da – aber wie setze ich das mit einem kleinen Budget bei Aldi, Penny & Co. um? Wie mache ich das auf Reisen und was ist mit Familienfeiern?

#5 Outing und Community

Als Veganer hörst du immer wieder von Familienmitgliedern, Freunden, Kollegen oder sogar Fremden, dass das ja voll krass wäre und wo du jetzt wohl dein Protein herbekommst und dass du ja jetzt ausser einem Salatblatt nichts mehr essen könnest. Das ist natürlich alles Hohlphrasendrescherei und du weisst mittlerweile, dass das unfundierte Vorurteile sind. Reagiere freundlich und verweise darauf, dass es deine persönliche Entscheidung, dein Körper, dein Leben ist. Pflanzen liefern übrigens alle notwendigen Proteine-  viele Bodybuilder und Spitzensportler leben vegan. Als ich mit 14 Vegetarierin wurde, hat das mein Umfeld damals auch nicht verstanden. Aber ich habe es einfach gemacht. Vielleicht kennst du eine Person, mit der du den Schritt zusammen gehen kannst, ihr euch austauscht und gegenseitig motiviert. Das ist sehr hilfreich, denn zu 99% ist es so, dass man als Veganer allein unter Fleischessern lebt.

Aber „taaadaaaahhhh“: Es gibt es eine riesige, lebendige, internationale Online-Community, egal ob Youtube, Facebook-Gruppen, Blogs, Pinterest, Tumblr, Instagram etc. Tausche dich online aus, lerne neue Leute kennen. In den meisten Städten gibt es vegane Food-Festivals, Messen rund um das vegane Leben, Meet-Ups und vegane Kochkurse. Ja, es gibt viel zu entdecken!

#6 NoGo: Die Vegane Polizei!

Umso mehr du in das Thema Veganismus eintauchst, wirst du feststellen, dass es viele unterschiedliche Veganer gibt. Manche essen viel Fleischersatzprodukte und JunkFood, andere essen nur roh oder sind Frutarier, andere LowCarb andere HCLF… Es gibt unzählige verschiedene Ernährungskonzepte. Aber eines haben diese Leute gemeinsam: Sie ernähren sich sehr bewusst und beschäftigen sich eingehend mit ihrem Speiseplan. Da kommt es leicht zu Belehrungen anderer, warum dies oder jenes richtig oder falsch sei. Das ist natürlich Unsinn, da jeder Mensch andere Bedürfnisse an seine Ernährung stellt. Ein Sportler isst anders als jemand, der überwiegend vor dem Rechner verweilt. Es gibt auch regionale Einschränkungen: Ein Frutarier oder Rohveganer, der in Thailand oder Süd-Italien lebt, kann sich spielend leicht ausschliesslich von zu sonnengereiften Früchten ernähren. Das selbe Ernährungskonzept ist vergleichsweise schwer in Kanada oder Island umzusetzen, da dort die Frischware im Lager reifen muss. Es gibt kein pauschales Richtig oder Falsch, da viele persönliche Faktoren ausschlaggebend sind.

#7 Kleiderschrank & Co.

Ob Schuhe, Taschen oder der Sofabezug: Viele Dinge, die uns täglich umgeben sind aus Leder. Entgegen der weit verbreiteten Annahme, dass Leder ein Abfallprodukt der Fleischindustrie sei, ist dem leider nicht so. Viele der Tierhäute, die in der Modeindustrie verwendet werden, stammen aus Indien, wo sie unter katastrophalen Umständen für die westliche Mode-Industrie „produziert“ werden.

Gut verarbeitete Lederprodukte halten in der Regel relativ lang und sind strapazierfähig. Entsorge daher nicht panisch alle Schuhe, Lederjacken, Taschen und Gürtel auf einmal sondern verkaufe oder verschenke sie oder trag sie auf. Ersetze sie dann mit tierfreien Produkten. Verfahre auch so mit Federbettdecken, Daunenjacken, Borstenpinseln etc…

#8 Be prepared!

Gerade am Anfang wirst du feststellen, dass das vegane Angebot in einer durchschnittlichen deutschen Stadt eher mau ist. Entweder du mutierst im Kreise deiner Kollegen zum Beilagenesser in der Kantine/Mensa oder du stocherst bei Familienfesten im Salat rum. Sorge vor, indem du dein Essen im Alltag selbst vorkochst. Unter #veganMealPrep wirst du online sehr schnell fündig, wie du deinen täglichen Lunch locker in 1-2 Stunden am Sonntag vorbereitest und so die ganze Woche über versorgt bist. Was den klassischen Sonntagsbraten bei Oma oder die Gans zu Weihnachten betrifft macht es Sinn, proaktiv selbst etwas Leckeres beizusteuern, anstatt das Buttergemüse oder die Bouillon zu verschmähen – auf den Koch oder die Köchin wirkt das schnell beleidigend, weil sie sich Mühe gegeben, um haben ihre Gäste ordentlich zu bewirten. Meiner Erfahrung nach, sind Fleischesser immer sehr neugierig und interessiert an der veganen Alternative und probieren diese sehr gerne – mit dem Ergebnis, dass sie immer sehr erstaunt sind, wie gut das alles so schmeckt! Teile dein veganes Essen und überzeuge durch positive Vibes.

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Nächsten Montag gibt es den dritten Teil der Serie!

Lass mir gerne ein Abo da, um den nächsten Teil nicht zu verpassen!

Vegan und gesund mit kleinem Budget? Hier gibts 10 Lifehacks, wie du ganz easy Geld sparst!

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Ein Kommentar zu “Teil 2: Vegan leben – wie funktioniert das?”

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