Vegan Reisen: Mein Trip durch Irland!

Für ein paar Tage bin ich kreuz und quer durch Irland gereist – meine Route war: Dublin-Cork-Killarney-Dublin. Irlands Zugnetz ist ganz bequem, was die Navigation auf der Insel recht einfach macht. Allerdings ist Irland kein günstiges Vergnügen – Unterkünfte sind relativ teuer und dabei meist leider nicht wirklich komfortabel. Beispielsweise ist es in Irland nicht üblich, die Zimmer mit Kühlschränken auszustatten – und das finde ich wirklich nervig!

Generell wirkt Irland etwas aus der Zeit gefallen: Dublin wartet mit jeder Menge 90er Charme auf und die wunderbar grünen Hügel-Landschaften sind sehr pittoresk. Die Irländer haben eine tiefenentspannte Art und lassen sich so schnell nicht aus der Ruhe bringen. Zudem scheinen viele von ihnen stets in Plauderlaune zu sein, auch wenn ich bei dem doch recht stark ausgeprägten irischen Akzent ab und an ganz genau hinhören musste.

Obwohl es in all den von mir besuchten Orten nicht wirklich viele „rein vegane“ Restaurants gibt, spuckte die App Happy Cow doch so einige Treffer aus.

 

What I ate in Dublin

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Veganer Wrap bei Chopped mit Reis und Veggies!

Chopped ist eine Kette mit Health-Food. Es gibt eine Salat-Theke, an der man sich ganz individuell Sandwiches, Wraps, Salate & Co. zusammen stellen kann. Obwohl Chopped nicht vegan oder vegetarisch ist, gibts ein paar ordentliche Optionen. Ich wählte einen Wrap, der sehr portionsmässig überaus üppig ausfiel und sehr sättigend war.

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Burger XXL bei Vegan Butcher

Vegan Butcher war mein absoluter Favorit auf dieser Reise. Der Laden ist stets gut besucht und bietet sehr deftige und herzhafte rein pflanzenbasierte Speisen im Hipster-Ambiente an. Sehr zu empfehlen ist der Caesars Salad mit Coconut-Bacon – von dem habe ich leider kein Bild. Bei meinem zweiten Besuch gönnte ich mir diesen Jackfruit-Burger mit Sauerkraut, Coleslaw und kleiner Salat-Beilage. Dieses Gerät war ein Monster – reicht locker für zwei Personen!

 

 

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Irische Idylle: Flora & Fauna

 

Köstliches Cork

Am Stadtrand auf dem Maryborough Hill residierte ich in einem ruhigen Park-Hotel mit wunderhübschen Garten. Weil ich in Dublin viel unterwegs war, gönnte ich mir in Cork ein paar relaxte Tage im Grün. Fussläufig war Marcello, ein Italiener, der eine komplett tierfreie Karte anbietet, da die Inhaber vegan leben.

Sehr interessant war der vegane Mozzarella, der dem Original in nichts nachsteht. Weiter gabs vegane Pizza, Pasta und fruchtige Tomatensuppe.

 

 

Kulinarisches Killarney

In dem Urlaubsörtchen, der an zwei beeindruckende Nationalparks grenzt, scheint ebenfalls die Zeit stehen geblieben zu sein. Viele ältere Menschen suchen hier Erholung, aber auch Outdoor-Begeisterte kommen hier auf ihre Kosten. Zahlreiche Wanderwege, Burgen, Schlösser und Seen sind begehrte Ausflugsziele, die allesamt nicht touristisch überlaufen sind. In Killarney hatte ich eine Art Bed & Breakfast gebucht. Vom Frühstück machte ich allerdings keinen Gebrauch – das „Full Irish Breakfast“ ist dem englischen sehr ähnlich: Auch wenn ich auf die Fleisch-Beilagen keinen Wert lege, so sind mir Bohnen und gegrillte Tomaten auf Toast etwas zu schwer, um in den Tag zu starten. Ansonsten ist das vegane Angebot nicht wirklich reichhaltig: In der Nähe des Bahnhofs gibt es einen Coffee-Shop mit Salaten, Hummus & Co. Leider ist der schwer überteuert… Im Billig-Bereich, bzw Fast-Food-technisch hat man die Wahl zwischen einem veganen Wrap bei Burger King oder dem Veggie Delight-Sandwich bei Subway.

Dafür fand ich in einer fast verlassenen Mall ein Thai-Restaurant mit veganer Karte, bei dem ich Fried Rice und Pad Thai bestellte. Wie so oft bei asiatischen Restaurants in Europa, erinnern die Speisen vage an das Original, bzw können bei Weitem nicht mithalten. Wie überall in Irland gabs auch hier wieder gigantische Portionen, die locker für zwei Hungrige ausreichen.

 

Fazit Irland:

Wenn du auf lange Wanderungen und prachtvolle Gärten in Kultur-Landschaften stehst, lohnt sich der Trip absolut. Neben den Zügen gibt es eine Menge günstiger Fernbusse, mit denen man die Insel bequem erkunden kann. Leider ist Irland nicht wirklich günstig – für einen Restaurant-Besuch sollte man 20€ pro Person kalkulieren und Doppelzimmer gibts um rund 100€ pro Nacht. Bed & Breakfast ist da eine bezahlbare Alternative.

Nationales Heiligtum sind U2 – ihre Musik ist omnipräsent, was der 90er Vibe unterstreicht. Ansonsten sind Pubs das erweiterte Wohnzimmer der Irländer – wer auf Guinness oder Irish Whiskey steht, dürfte hier im Paradies sein (ist allerdings nicht mein Programm, daher kann ich wenig dazu sagen). Dublin wirkt streckenweise sehr dreckig – obwohl viele Mülleimer auf den Strassen deponiert sind, schmeissen viele Leute ihren Dreck in Vorgärten oder in die Gosse, was ich sehr schade und respektlos finde.

Tipp: Bei der gehobenen Supermarkt-Kette Marks & Spencer gibt es ein passables Angebot an Salaten, Smoothies, Säften und Snacks, die allesamt ordentlich beschriftet sind, ob es sich um vegane/vegetarische Produkte handelt.

vegan snack marks spencer cork
Vegane Schweine-Ohren! Just in case…

Vegan auf Reisen: Hier habe ich dir ein paar Travel-Hacks zusammen gestellt.

Und hier geht der Trip weiter: Von Island über Hong Kong nach Tokyo und Thailand.

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